Sonntag, 3. April 2016

Die Partypille

Helen Vreeswijk (336 Seiten)


Während ihre Freunde aus Neugier kiffen, will Sanne vor allem eins: vergessen. Doch abschalten kann sie nur noch, wenn sie Ecstasy schluckt, mit dem ihr Kumpel Erik dealt. Der 17-Jährige träumt vom schnellen Geld, genau wie Joop, sein Boss. Joop versucht, auf eigene Faust Ecstasy herzustellen, auch wenn er von Chemie keine Ahnung hat. Egal - seine Kunden fragen nicht, woher der Stoff kommt. Und auch Erik hält die Pillen für ungefährlich. Dass sie nicht nur abhängig machen, sondern in falscher Zusammensetzung auch lebensbedrohlich sein können, erkennen alle erst, als es zu spät ist.

Sanne und Emma sind Zwillinge, die in einer normalen, intakten Familie aufwachsen. Während Emma es sich mit der Schule schwer tut, bleibt Sanne eher im Hintergrund, fühlt sich aber Unwohl im Schatten ihrer Schwester. Als Emma zu einer Party wegen einer schlechten Note nicht mit darf, geht Sanne alleine mit ihrer Clique aus. Gemeinsam probieren sie aus, wie es ist zu kiffen. An dem Abend tut „Stijn“, ein bekannter der Clique der ihnen zeigt wie man Joints dreht, Ko-Tropfen (GHB) in Sannes Glas. Ihr wird schwindelig und sie wird von Stijn vergewaltigt.
Danach beginnt das Horrorkarussel. Sanne weiß nicht was passiert ist, kann sich aber durch das Blut in ihrer Unterhose und die Verletzungen genau vorstellen was geschehen ist. Ein Junge der Clique „Gopal“ hat das ganze Beobachtet, aber Angst vor Stijn, deswegen gibt er es Sanne gegenüber zunächst nicht zu. Diese isoliert sich immer mehr und auch Emma weiß nicht mehr mit ihr umzugehen. Noch schlimmer wird es als „Erik“, auch ein Mitglied der Clique, anfängt zu Dealen und Sanne so viel leichter an den Stoff kommt…

Die Geschichte hat drei Handlungsstränge. Im ersten geht es um die Clique mit Sanne und Emma, im zweiten um den Dealer Joop und im dritten um die polizeilichen Ermittlungen im Drogenumfeld.
Für mich war der erste am interessantesten. Also wie Sanne sich durch die Vergewaltigung verändert und wie ihr Umfeld darauf reagiert, wie machtlos alle sind.

Es war jetzt mein zweites Buch von Helen Vreeswijk und trotzdem weiß ich nicht was ich von der Schreibweise halten soll. Im ersten Kapitel ist bei ihr immer eine Art Epilog, welcher aber nicht als dieser gekennzeichnet ist. Dadurch wird man schon irgendwie in eine bestimmte Richtung gelenkt, für mich aber deutlich zu stark, da vieles für mich an Spannung für mich verloren gegangen ist. Trotzdem ist die Geschichte gut zu lesen und irgendwie ziemlich fesselnd durch das Tabuthema Drogen.

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