Donnerstag, 7. April 2016

Der Sarg

Arno Strobel (384 Seiten)


 Sie konnte nicht einordnen, was diese Schwärze zu bedeuten hatte. Aber sie war überall. Und es gab keinen Ausweg.
Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen …

Ein Menkhoff Fall. (:
Nachdem ich „Das Wesen“ und „Das Skript“ gelesen habe, dachte ich in Strobels Psychothrillern seien immer neue Ermittler am Werk. Stattdessen kam nun Kommissar Menkhoff wieder vor, der auch in „Das Wesen“ ermittelt. Nun ist er aber in Köln, statt in Aachen, da er nach dem Fall dort, sich eine neue Stelle suchen musste. Auch seine Familie ist zersplittet, seine Frau will die Scheidung. In Aachen hat Menkhoff zunächst einen schweren Stand, weil viel über seine Versetzung gemunkelt wird, besonders als er dann noch zum Chef der laufenden Ermittlung berufen wird.
In der Ermittlung geht es um den Mord an Inge, welche lebendig in einer Holzkiste begraben und grausam erstickt wurde. Sie hat eine große Schwester „Eva“, eine der Protagonistinnen. Dazu gibt es noch einen Mann, dessen Namen man nicht erfährt und Britta, eine etwas derbere Persönlichkeit.
Eva träumt immer wieder davon auch in einem Sarg lebendig begraben zu werden, deswegen begibt sie sich in Therapie. Doch sie ist sich unsicher wie viel sie dem Therapeuten anvertrauen kann – schließlich hatte sie immer schon Erinnerungslücken.
Menkhoff und seine neue (dienstliche) Partnerin Jutta, haben schwer zu knacken an dem Fall, denn irgendwas an Evas und Inges Familie ist faul. Evas Mutter starb bei der Geburt, ihr Vater heiratet schnell eine neue Frau, welche Eva aber nur quält, als dann noch Manuel zur Welt kommt, dreht die Mutter völlig ab, doch dann stirbt Manuel…

Krass, krass, krass! Also ein richtig gutes Buch. Das Ende woooow, wäre ich mal wieder nie drauf gekommen, aber die Thematik echt interessant und verdammt gut auf den Punkt gebracht.

Arno Strobel hat es mal wieder geschafft mich so zu fesseln, dass ich das Buch gar nicht weglegen konnte und an einem Stück runter lesen musste. 

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