Montag, 4. April 2016

Das Wesen

Arno Strobel (368 Seiten)



Ein kleines Mädchen stirbt, und der Hauptverdächtige wandert in den Knast – unschuldig? 15 Jahre später: Wieder verschwindet ein Kind, und der Albtraum beginnt von vorn – für die Ermittler und den Täter von damals. 

Ein verurteilter Psychiater und ein besessener Kommissar – ein erbittertes Psychoduell um Schuld und Rache

Die Kommissare Menkhoff und Seifert arbeiten schon seit 16 Jahren zusammen für die Mordkommission in Aachen. Zu Beginn ihrer gemeinsamen Dienstzeit, überführten sie einen Kindermörder (Dr. Lichner, Psychotheapeut) anhand eines Indizienprozesses. Nun ist die Tochter dieses Mannes, der gerade 2 Jahre wieder außer Haft ist, verschwunden und es ermitteln die gleichen Kommissare.
Die beiden sind sehr überrascht das sie nach einem Anruf in welchem es um ein Verschwundenes Kind geht, bei der Adresse auf Dr. Lichner treffen, welchen sie gemeinsam vor 16 Jahren ins Gefängnis gebracht haben. Er leugnet ein Kind zu haben.
Besonders Menkhoff geht die neue Geschichte sehr nahe, denn er war mit der ehemaligen Lebensgefährtin von Dr. Lichner eine Zeit lang liiert und ist nun umso wütender das schon wieder ein Kind in Dr. Lichners Umfeld verschwunden ist. Er verdächtigt ihn sofort wieder und ist blind vor Hass. Doch dann stoßen die beiden auf eine zweite Wohnung von Dr. Lichner und dort auf Patientenunterlagen der gemeinsamen Verflossenen…

Die Geschichte spielt abwechselnd 1994 und 2009, die beiden Jahre in denen die beiden Mädchen verschwanden und ist in Ich-Form von Dr. Seifert aus geschrieben. Zwar bleibt alles irgendwie Subjektiv, da Seifert wenig über seine eigenen Gefühle zum Fall erzählt, sondern eher darüber wie sich seine Einschätzung Menkhoff gegenüber verändert.

Mir fiel es verdammt schwer in die Geschichte rein zu kommen, da ich das mit 1994 und 2009 irgendwie am Anfang übersehen habe, auch später musste ich oft zurückblättern um zu schauen in welcher Zeit das Kapitel gerade spielt. Doch es hat mich sobald ich den Dreh etwas raus hatte total gefesselt.


Der Titel „Das Wesen“ passt rückblickend sehr gut, da ich die ganze Zeit auf etwas Frankensteinmäßiges gewartet habe. Irgendwann wird es aber verständlich und dann ist er perfekt gewählt.

Für mich ein wunderbarer Psychothriller, den ich jedem weiterempfehlen würde!

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