Samstag, 30. April 2016

Bewusstlos

Sabine Thiesler (512 Seiten)



Er kam im Sommer. Völlig überraschend. Aber er war kein Mensch, er war ein Ungeheuer.
Als Raffael erwacht, sind sein Bett und seine Sachen voller Blut. Er gerät in Panik, denn ihm fehlt jegliche Erinnerung an die vergangene Nacht. Es gelingt ihm nicht herauszufinden, was passiert ist, aber wenn er getrunken hat, weiß er nicht mehr, was er tut. Mordet vielleicht, ohne es zu wissen.
Von seinen Eltern, die in der Toskana leben, fühlt er sich verraten und verlassen. Die beiden führen ein glückliches Leben und ahnen nicht, dass er in ihrer Nähe ist und sie längst im Visier hat ...

Raffael und Svenja sind sieben Jahre alte Zwillinge, sie leben mit ihren Eltern an der Nordsee. Beide toben für ihr Leben gern und wünschen sich nichts lieber als einen Hund. Als die beiden gemeinsam Hund auf dem Heuboden spielen stürzt Svenja hab und wird durch das Seil stranguliert. Während sie stirbt, guckt Raffael hilflos zu, probiert ihr irgendwie zu helfen.
Von da an war Raffael kein kleiner Junger mehr der tobte. Er war aggressiv, aber sprach nicht mehr. Seine Eltern Christine und Karl wussten nicht wie sie damit umgehen sollen, sie schickten ihn erfolglos zur Therapie und steckten ihn dann in ein Internat.
Nach seinem Abschluss bricht Raffael den Kontakt zu seinen Eltern ab, dieser hatte seit Svenjas Tod ja eh nicht mehr richtig bestanden. Raffael verliert sich immer wieder im Alkohol, hat Filmrisse und schafft es nicht sich ein richtiges Leben aufzubauen. Nach einem schrecklichen Ereignis in Berlin will er zurück zu seinen Eltern. Durch das Internet erfährt er, dass die beiden in Italien eine Pension führen. Da er sich sowieso auf der Flucht befindet beschließt er diesen einen Besuch abzustatten…

Puuh… mein erstes Buch von Sabine Thiesler war „Der Kindermörder“, ich hab es seitdem bestimmt noch 5 mal gelesen. Auch die darauffolgenden Bücher von ihr liebe ich. Nun nach einiger Zeit Thriller Pause, wollte ich auch mal wieder was von ihr lesen. Leider wurde ich etwas enttäuscht. Oder ich hab es einfach nicht verstanden.

Auf der einen Seite Raffael, er dreht voll ab und es ist spannend darüber zu lesen. Dazu erfährt man noch die Geschichte aus Sicht seiner Mutter, wie die diese ihrem Psychiater zum besten gibt. Außerdem sind kurzzeitig immer wieder andere Handlungsstränge wichtig – dachte ich. Aber diese werden dann nicht weiter erzählt.


Eigentlich fand ich nur Kommissar Neri wieder richtig toll. 

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