Sonntag, 24. Januar 2016

Vollendet

Neal Shusterman (432 Seiten)



Der 16-jährige Connor hat ständig Ärger. Risa lebt in einem überfüllten Waisenhaus. Lev ist das wohlbehütete Kind strenggläubiger Eltern. So unterschiedlich die drei auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind auf der Flucht. Vor einem Staat, in dem Eltern ihre Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren „umwandeln“ lassen können. Die Umwandlung ist schmerzfrei. Jeder Teil des Körpers lebt als Organspende in einem anderen Organismus weiter. Aber … wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem ... lebst du dann, oder bist du tot?

Zu Beginn werden die drei Protagonisten vorgestellt, genauso wie das Prinzip des Umwandelns. Connor flieht von zu Hause um der Umwandlung zu entkommen, bei seiner Flucht wird der Bus aufgehalten in dem Risa zum Erntecamp gefahren werden soll. Mit Lev als Geisel probieren die drei sich rumzuschlagen, bis Lev sie verrät und sich von den beiden trennt. Nach einer langen Flucht gelangen alle drei zum Friedhof, wo sie gemeinsam mit über 400 anderen Jugendlichen, weit weg von den „Jopos“, entspannt leben können. Risa ist nun Sanitäterin, Connor Mechaniker und vertrauter des „Admirals“ der den Friedhof leitet und Lev schließt sich der „Chaosgruppe“ an. Immer wieder gerät Connor mit Roland aneinander, der sich als Boss des Camps aufspielt und den Admiral töten möchte, weswegen er die anderen Kinder gegen diesen aufhetzt. Als der Admiral einen Herzinfarkt bekommt, fliegt Roland ihn zusammen mit Risa und Connor ins Krankenhaus. Dort verrät er die anderen beiden und alle drei kommen ins Erntecamp. Dort ist auch Lev, der als „Klatscher“ (Selbstmordattentäter), Chaos im Camp stiften möchte. An dem Tag als Roland vormittags und Connor nachmittags umgewandelt werden soll, jagen sich während Connor zur Umwandlung hergerichtet wird zwei Klatscher in die Luft. Connor verliert ein Auge und einen Arm, Risa ist gelähmt und Lev wird festgenommen. Zum Schluss des Buches sind Connor und Risa wieder auf dem Friedhof. Risa macht dort Musik, Connor ist der neue Leiter.

Der Schreibstil des Buches ist echt gut. Die Handlungsstränge sind toll miteinander verflochten und man kann dieser gut folgen. Trotzdem ist es nicht langatmig oder langweilig.
Der Spannungsbogen ist kein richtiger Bogen, es ist einfach die gesamte Zeit durchweg spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Wahrscheinlich auch weil alle drei Protagonisten so tolle Persönlichkeiten sind. Besonders Connor ist klasse dargestellt. Wie er sich von der aggressiven Person die immer gleich an die Decke geht, zum Verantwortungsbewussten jungen, verliebten Mann entwickelt. WOW, echt gut dargestellt! Und auch Risa, das Mädchen aus dem Heim, das so viel mehr kann als nur Klavier spielen. Lev bleibt mir stattdessen bis zum Schluss ein Rätsel. Ich hoffe im zweiten Teil erfährt man noch mehr über ihn.

Insgesamt hat mich das Buch umgehauen. Endlich mal wieder eine Dystopie die nicht wie alle anderen ist. Eine neue Idee, die  im ersten Teil super umgesetzt ist. 

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