Mittwoch, 27. Januar 2016

Vollendet - Der Aufstand

Neal Shusterman (544 Seiten)

Du hast geglaubt, es ist vorbei? Die Siegesfreude ist von kurzer Dauer: Connor muss sich als neuer Anführer der Flüchtlinge beweisen. Risa fürchtet, ihm keine große Hilfe zu sein. Lev versucht, ein neues Leben zu beginnen. Einer von ihnen wird verraten werden. Einer von ihnen wird fliehen. Einer von ihnen wird auf Cam treffen, einen Jungen, den es nicht geben darf. 

Drei neue Charaktere der „Vollendet“-Welt werden zu Beginn des zweiten Teils vorgestellt. Starkey, ein gestorchter Rebell, der sich für mega cool hält und bei seiner Abholung die Jopos erschießt und später auf dem Friedhof landet. Miracolina, ein Zehntopfer, das von einer Widerstandsgruppe vor der Umwandlung gerettet wird. Und zuletzt Cam, der erste nur aus Ersatzteilen bestehende Mensch, der sich selbst für sein Monster hält.
Natürlich sind auch Connor, Risa und Lev wieder mit dabei. Connor leitet nun den Friedhof, Risa spielt dort im Rollstuhl Klavier und ist Chefsanitäterin geworden. Lev muss dank seiner Bewährungsauflagen bei seinem Bruder in der Wohnung bleiben und hilft am Wochenende Pfarrer Dan dabei mit Jugendlichen die im Jugendgefängnis sitzen, Gespräche zu führen.
Seit das Alter fürs Umwandeln bis 17Jahre begrenzt ist gibt es einen großen Schwarzmarkt für Umwandler. Für diese Gruppe arbeitet nun auch Nelson, der Jupo der im ersten Teil von Connor betäubt worden ist.

Auch im zweiten Teil überschlagen sich die Ereignisse. Aber die Schreibweise ist etwas anders, was mir weniger gut gefällt. Die Geschichte ist weiterhin aus der Sicht der unterschiedlichen Charaktere geschrieben und wechselt dadurch relativ häufig die Sichtweise. Anders als im ersten Teil, sind die Abschnitte nicht immer chronologisch hintereinander. Am Anfang hat mich das verwirrt, zB von Lev zu wissen das er sich eine Organisation anschließt die ihn verehrt, ohne das aus seiner Sicht zu erfahren, denn im Kapitel davor war er noch bei seinem Bruder.
Vom Gefühl her haben mich die unterschiedlichen Protagonisten aber trotzdem überzeugt. So authentisch dargestellt… Manche zum Lieben, andere zum Hassen. Und trotzdem kann man sich in jeden Einzelnen reinversetzen.

Eine gelungene Fortsetzung zum ersten Teil. Ich empfehle auf jeden Fall auch dieses Buch, so viele Wendungen die ich nicht habe kommen soll, nicht zu vorhersehbar und trotzdem einfach zu lesen. Und trotzdem hoffe ich das es nie zu so einer Welt kommen wird.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen