Dienstag, 12. Januar 2016

Flammen über Arcadion

Bernd Perplies (528 Seiten)



Nach dem Großen Krieg sind weite Teile der Welt verwüstet. Angst und Aberglaube beherrschen die Menschen. Die sechzehnjährige Carya lebt mit ihren Eltern in Arcadion, den Ruinen des einstigen Rom. Eines Tages muss sie mit ansehen, wie ein junger Mann von den Schwarzen Templern festgenommen wird. Er soll von der Inquisition gefoltert werden. Voller Wut schießt Carya auf zwei der Inquisitoren und ist fortan auf der Flucht. Ihre einzige Hoffnung ist der junge Templersoldat Jonan, der sein Leben aufs Spiel setzt, um Carya zu retten.

Die Geschichte der beiden Protagonisten Carya und Jonan beginnt mit einer Art Vorstellung der beiden. Mir hat das sehr gut gefallen als erstes einen Eindruck der beiden Hauptpersonen und ihrer Welten zu bekommen. Trotzdem ist man direkt in der Geschichte drin.
Carya bekommt von ihrer besten Freundin ihren neuen Freund vorgestellt. Die Situation ist aber sehr dubios für Carya und sie versteht nicht, was zwischen den beiden (Rachel und Tobyn) los ist. Kurz darauf wird Tobyn verhaftet, unteranderem von Jonan, da er in einem Invitrolabor erwischt wird. Invitros, also künstlich hergestellte Menschen sind vor der Zeit des Sternenfalls eine Art Sklaven gewesen und der Aberglaube der Lux Dies besagt, dass die Invitros Schuld am Sternenfall sind, weswegen diese Verfolgt werden. Carya hilft Rachel sich in Tobyns Prozess einzuschleichen, wo sie Tobyn erschießen möchte bevor dieser gefoltert wird. Sie kann sich nicht überwinden. Stattdessen ergreift etwas seltsames Caryas Bewusstsein und bringt sie dazu Tobyn und einige weitere zu erschießen. Auf der Flucht der beiden erzählt Rachel Carya, dass sie eine Invitro ist und Tobyn schon sehr lange kennt und liebt. Das kann Carya allerdings nicht verstehen, schließlich hat sie immer eingeredet bekommen das Invitros sowas wie Monster seien. In der Nacht wird Caryas Familie festgenommen, sie selbst aber flieht und wird von einem Soldaten (Jonan) der die Flucht bemerkt unterstützt. Zunächst suchen die beiden bei Caryas Onkel Hilfe, welcher ihnen die Acherrose vorstellt, eine geheime Widerstandsorganisation.   Sie probieren gemeinsam Caryas Eltern zu befreien, was sich als Falle herausstellt. Viele Menschen, unteranderem Caryas Onkel, sterben. Jonan, Carya und ein Straßenjunge (Pitplit) fliehen gemeinsam aus Arcadion hinaus, bis zu einem Mutantendorf. Dort wird Carya aufgrund einer Kette die  ihre Mutter ihr vor der Flucht gab, verehrt. Nach einer kurzen Zeit im Dorf wird dieses Überfallen und Carya zurück nach Acardion gebracht. Allerdings gelingt es Jonan mithilfe des Invitros Enzo sie und ihre Eltern zu retten. Zu diesem Zeitpunkt waren mit Carya schon einige Tests gemacht worden. Es kommt heraus, dass Carya in einem Raketenschiff nach Arcadion kam und von ihrem „Vater“ gefunden worden ist. Zudem erinnert sich Carya an einige Zahlenfolgen. Zum Schluss des Buches fliehen Carya, ihre Eltern, Jonan und Pitplit zurück in Richtung Mutantendorf um von da aus ihre Wege zu gehen.

Dieses Buch hat mich umgehauen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, so spannend, so schnell war das. Einige Handlungsstränge, anspruchsvoll und trotzdem verdammt gut zu lesen. Besonders die Denkweise der Lux Dei hat mich sehr angesprochen, da sie auf viele Ideologien wie sie es sie auch heute gibt und immer gab, übertragen lässt. 

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