Freitag, 22. Januar 2016

Das Hades Labyrinth

Rainer Wekwerth (256 Seiten)


In unterirdischen Tunneln und Höhlen schafft sich Adam eine eigene Stadt: Als junge Frauen entführt werden und im Nichts verschwinden, wird Hauptkommissar Daniel Fischer auf den Fall angesetzt. Er folgt den Spuren in die Tiefe und trifft auf einen Mann, der ihn an die Grenze des Menschseins führt ...

„Daniel“ ist Polizeikommissar im Drogendezernat, welches von einem Junkie einen Tipp bekommen hat, das unter der Stadt in den Höhlen Drogen angebaut werden. Bei der Überprüfung werden zwei von Daniels Kollegen getötet. Als „Adam“ ein Foto von Daniels Frau „Sarah“ sieht, will er sie haben. Er selbst wird von Adam, der sich selbst Gott nennt, gefoltert und dem Tod überlassen. Mit einem Skalpell hat er an vielen Stellen die Haut von Daniels Haut getan und Ratten versuchen ihn aufzuessen, während er noch lebt. Daniel gelingt jedoch die Flucht. Sein Gesicht ist wie eine Monstermaske, ein Bein musste abgenommen werden, doch er lebt. Allerdings schafft er es psychisch nicht mit der Folter klar zu kommen. Weil sein Therapeut nicht weiter weiß, entlässt er ihn um Daniel wieder mit der realen Welt zu konfrontieren. In der Zeit im Krankenhaus trennt sich Sarah von ihm, da sie nur noch ein Monster in ihm sieht, sodass er alleine in seine leere Wohnung zurückkehrt. Über ihm ist „Jessica“ eingezogen, die beiden sind sich gleich sympathisch. Jessica macht es nichts aus das Daniel sein Gesicht nicht operieren lassen will und er fühlt sich bei ihr einfach wohl, auch wenn es nicht zum Sex kommt, weil er es nicht über sich bringt. Nach kurzer Zeit zerbricht die Beziehung jedoch, da Daniels Gedanken immer nur um Adam kreisen. Beruflich durfte Daniel nicht ins Drogendezernat wegen seines Gesichtes zurück, er wird stattdessen zum SEK in die Waffenkammer versetzt. Von dort aus forscht er trotzdem weiter nach Adam, um irgendwann ihn und seinen Drogenring zur Strecke zu bringen. Dabei stößt er über die Narben die in Adams Gesicht waren auf eine seltene Lichtempfindlichkeits-Krankheit und über die behandelnde Krankenhäuser auf Adams Elternhaus. Als er diesem einen Besuch abstattet ist es unbewohnt. Deswegen bricht Daniel in das Haus ein und findet dort Unterlagen über Dracula und das Adam denkt er wäre ein Nachfahre dessen, damit unsterblich und auf der Suche nach einer Lebensgefährtin die genauso aussehen soll wie Sarah. Als Daniel alles was er erfahren hat in seiner EX Dienststelle erzählt, erfährt er das Sarah entführt worden ist. Eine SEK Truppe soll die Höhlen stürmen und Sarah retten. Weil Daniel keinen anderen Weg weiß bittet er Jessica auf seine Katze aufzupassen und schleust sich in die Truppe ein.
In den Höhlen gerät alles außer Kontrolle. Der Großteil des SEK Kommandos stirbt sehr schnell, nur Daniel und ein Kollege schaffen es bis kurz vor Adams Höhle. Da werden die beiden getrennt. Daniel stellt sich allein Adams Gruppe, nackt und ohne Waffe. In der Höhle wird er gefesselt und muss mit ansehen wie Adam an der mit Drogen vollgepumpten Sarah ein Ritual vollziehen will. Er schafft es allerdings sich zu befreien und holt aus seinem falschen Bein eine Pistole und erschießt Adam. Darauf zerstreut sich die Drogengang und Daniel und Sarah werden gerettet.
Das letzte Kapitel ist furchtbar Kitschig. Daniel ist mit Jessica zusammen, er hat sich das Gesicht machen lassen, die beiden haben ein Baby… Bla bla bla und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage ;)
Mit hätte es besser gefallen wenn Daniel wieder mit Sarah zusammen gekommen wäre. Aber auch das wär kitschig. Ein Kopfschuss zum Schluss hätte das ganze besser abgerundet ;)
Das Buch ist ekelig. Alles ist viel zu genau beschrieben. Aber genau deswegen kann man es nicht aus der Hand legen. Dazu immer wieder Stellen aus der Bibel und Texte über Dracula. Mir hat die Mischung verdammt gut gefallen, allerdings erschließt sich mir der Titel nicht. „Hades Labyrinth“? War das nicht ein Griechischer Gott? Und die Story spielt irgendwo in Bayern. Ich hab es gekauft weil ich dachte es hat was mit griechischer Mythologie zu tun. Irgendwie schiefgelaufen. Trotzdem hat es mich gefesselt und würde es einen zweiten Teil geben, würde ich diesen jetzt gerade verschlingen. 

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