Mittwoch, 27. Januar 2016

Vollendet - Der Aufstand

Neal Shusterman (544 Seiten)

Du hast geglaubt, es ist vorbei? Die Siegesfreude ist von kurzer Dauer: Connor muss sich als neuer Anführer der Flüchtlinge beweisen. Risa fürchtet, ihm keine große Hilfe zu sein. Lev versucht, ein neues Leben zu beginnen. Einer von ihnen wird verraten werden. Einer von ihnen wird fliehen. Einer von ihnen wird auf Cam treffen, einen Jungen, den es nicht geben darf. 

Drei neue Charaktere der „Vollendet“-Welt werden zu Beginn des zweiten Teils vorgestellt. Starkey, ein gestorchter Rebell, der sich für mega cool hält und bei seiner Abholung die Jopos erschießt und später auf dem Friedhof landet. Miracolina, ein Zehntopfer, das von einer Widerstandsgruppe vor der Umwandlung gerettet wird. Und zuletzt Cam, der erste nur aus Ersatzteilen bestehende Mensch, der sich selbst für sein Monster hält.
Natürlich sind auch Connor, Risa und Lev wieder mit dabei. Connor leitet nun den Friedhof, Risa spielt dort im Rollstuhl Klavier und ist Chefsanitäterin geworden. Lev muss dank seiner Bewährungsauflagen bei seinem Bruder in der Wohnung bleiben und hilft am Wochenende Pfarrer Dan dabei mit Jugendlichen die im Jugendgefängnis sitzen, Gespräche zu führen.
Seit das Alter fürs Umwandeln bis 17Jahre begrenzt ist gibt es einen großen Schwarzmarkt für Umwandler. Für diese Gruppe arbeitet nun auch Nelson, der Jupo der im ersten Teil von Connor betäubt worden ist.

Auch im zweiten Teil überschlagen sich die Ereignisse. Aber die Schreibweise ist etwas anders, was mir weniger gut gefällt. Die Geschichte ist weiterhin aus der Sicht der unterschiedlichen Charaktere geschrieben und wechselt dadurch relativ häufig die Sichtweise. Anders als im ersten Teil, sind die Abschnitte nicht immer chronologisch hintereinander. Am Anfang hat mich das verwirrt, zB von Lev zu wissen das er sich eine Organisation anschließt die ihn verehrt, ohne das aus seiner Sicht zu erfahren, denn im Kapitel davor war er noch bei seinem Bruder.
Vom Gefühl her haben mich die unterschiedlichen Protagonisten aber trotzdem überzeugt. So authentisch dargestellt… Manche zum Lieben, andere zum Hassen. Und trotzdem kann man sich in jeden Einzelnen reinversetzen.

Eine gelungene Fortsetzung zum ersten Teil. Ich empfehle auf jeden Fall auch dieses Buch, so viele Wendungen die ich nicht habe kommen soll, nicht zu vorhersehbar und trotzdem einfach zu lesen. Und trotzdem hoffe ich das es nie zu so einer Welt kommen wird.

Sonntag, 24. Januar 2016

Vollendet

Neal Shusterman (432 Seiten)



Der 16-jährige Connor hat ständig Ärger. Risa lebt in einem überfüllten Waisenhaus. Lev ist das wohlbehütete Kind strenggläubiger Eltern. So unterschiedlich die drei auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind auf der Flucht. Vor einem Staat, in dem Eltern ihre Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren „umwandeln“ lassen können. Die Umwandlung ist schmerzfrei. Jeder Teil des Körpers lebt als Organspende in einem anderen Organismus weiter. Aber … wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem ... lebst du dann, oder bist du tot?

Zu Beginn werden die drei Protagonisten vorgestellt, genauso wie das Prinzip des Umwandelns. Connor flieht von zu Hause um der Umwandlung zu entkommen, bei seiner Flucht wird der Bus aufgehalten in dem Risa zum Erntecamp gefahren werden soll. Mit Lev als Geisel probieren die drei sich rumzuschlagen, bis Lev sie verrät und sich von den beiden trennt. Nach einer langen Flucht gelangen alle drei zum Friedhof, wo sie gemeinsam mit über 400 anderen Jugendlichen, weit weg von den „Jopos“, entspannt leben können. Risa ist nun Sanitäterin, Connor Mechaniker und vertrauter des „Admirals“ der den Friedhof leitet und Lev schließt sich der „Chaosgruppe“ an. Immer wieder gerät Connor mit Roland aneinander, der sich als Boss des Camps aufspielt und den Admiral töten möchte, weswegen er die anderen Kinder gegen diesen aufhetzt. Als der Admiral einen Herzinfarkt bekommt, fliegt Roland ihn zusammen mit Risa und Connor ins Krankenhaus. Dort verrät er die anderen beiden und alle drei kommen ins Erntecamp. Dort ist auch Lev, der als „Klatscher“ (Selbstmordattentäter), Chaos im Camp stiften möchte. An dem Tag als Roland vormittags und Connor nachmittags umgewandelt werden soll, jagen sich während Connor zur Umwandlung hergerichtet wird zwei Klatscher in die Luft. Connor verliert ein Auge und einen Arm, Risa ist gelähmt und Lev wird festgenommen. Zum Schluss des Buches sind Connor und Risa wieder auf dem Friedhof. Risa macht dort Musik, Connor ist der neue Leiter.

Der Schreibstil des Buches ist echt gut. Die Handlungsstränge sind toll miteinander verflochten und man kann dieser gut folgen. Trotzdem ist es nicht langatmig oder langweilig.
Der Spannungsbogen ist kein richtiger Bogen, es ist einfach die gesamte Zeit durchweg spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Wahrscheinlich auch weil alle drei Protagonisten so tolle Persönlichkeiten sind. Besonders Connor ist klasse dargestellt. Wie er sich von der aggressiven Person die immer gleich an die Decke geht, zum Verantwortungsbewussten jungen, verliebten Mann entwickelt. WOW, echt gut dargestellt! Und auch Risa, das Mädchen aus dem Heim, das so viel mehr kann als nur Klavier spielen. Lev bleibt mir stattdessen bis zum Schluss ein Rätsel. Ich hoffe im zweiten Teil erfährt man noch mehr über ihn.

Insgesamt hat mich das Buch umgehauen. Endlich mal wieder eine Dystopie die nicht wie alle anderen ist. Eine neue Idee, die  im ersten Teil super umgesetzt ist. 

Freitag, 22. Januar 2016

Aquamarin

Andreas Eschbach (408 Seiten)


Hüte dich vor dem Meer! Das hat man Saha beigebracht. Eine seltsame Verletzung verbietet der Sechzehnjährigen jede Wasserberührung. In Seahaven ist Saha deshalb eine Außenseiterin. Die Stadt an der Küste Australiens vergöttert das Meer. Wer hier nicht taucht oder schwimmt, gehört nicht dazu. So wie Saha. Doch ein schrecklicher Vorfall stellt alles in Frage. Zum ersten Mal wagt sich Saha in den Ozean. Dort entdeckt sie Unglaubliches. Sie besitzt eine Gabe, die nicht sein darf - nicht sein kann. Nicht in Seahaven, nicht im Rest der Welt. Wer oder was ist sie? Die Suche nach Antworten führt Saha in die dunkelsten Abgründe einer blauschimmernden Welt …

„Sahas“ zuhause liegt am Meer, doch sie kann nicht schwimmen und darf es auch gar nicht, da sich an ihrem Oberkörper Schlitze, Wunden, befinden. Diese tun nicht weh, müssen aber regelmäßig eingecremt und mit Verband „besprüht“ werden. An einem Tag wird Saha von einer Mitschülerin „Carilja“ in ein Becken geschubst. Da sie nicht schwimmen kann, geht sie unter und ihr wird schwarz vor Augen. Keiner der anderen Mitschüler hilft ihr wieder heraus. Als Saha wieder zu sich kommt ist sie in der Krankenstation ihrer Schule. Saha war so lange unter Wasser gewesen, das sie hätte Tod sein müssen. Als sie sich zurück erinnert fällt ihr auf, dass sie unter Wasser das Gefühl gehabt hatte atmen zu können. Als sie am nächsten Tag ans Meer geht und das ausprobiert klappt es. Sie kann tatsächlich unter Wasser atmen!
In dem Moment, naja bin ich quasi aus dem Buch ausgestiegen. Ich habs zwar noch fertig gelesen, aber es war mir zu vorhersehbar und auch irgendwie zu langatmig.
Andere Bücher von Andreas Eschbach haben mir sehr gut gefallen und den Anfang von diesem fand ich auch sehr viel versprechend. Aber Genmutationen und Meerjungfrauen waren mir dann doch einfach zu viel.
Der Schreibstil von Andreas Eschbach ist wie immer hervorragend und sehr treffend, aber es ist ein Jugendbuch für das man sehr viel Phantasie braucht.



Das Hades Labyrinth

Rainer Wekwerth (256 Seiten)


In unterirdischen Tunneln und Höhlen schafft sich Adam eine eigene Stadt: Als junge Frauen entführt werden und im Nichts verschwinden, wird Hauptkommissar Daniel Fischer auf den Fall angesetzt. Er folgt den Spuren in die Tiefe und trifft auf einen Mann, der ihn an die Grenze des Menschseins führt ...

„Daniel“ ist Polizeikommissar im Drogendezernat, welches von einem Junkie einen Tipp bekommen hat, das unter der Stadt in den Höhlen Drogen angebaut werden. Bei der Überprüfung werden zwei von Daniels Kollegen getötet. Als „Adam“ ein Foto von Daniels Frau „Sarah“ sieht, will er sie haben. Er selbst wird von Adam, der sich selbst Gott nennt, gefoltert und dem Tod überlassen. Mit einem Skalpell hat er an vielen Stellen die Haut von Daniels Haut getan und Ratten versuchen ihn aufzuessen, während er noch lebt. Daniel gelingt jedoch die Flucht. Sein Gesicht ist wie eine Monstermaske, ein Bein musste abgenommen werden, doch er lebt. Allerdings schafft er es psychisch nicht mit der Folter klar zu kommen. Weil sein Therapeut nicht weiter weiß, entlässt er ihn um Daniel wieder mit der realen Welt zu konfrontieren. In der Zeit im Krankenhaus trennt sich Sarah von ihm, da sie nur noch ein Monster in ihm sieht, sodass er alleine in seine leere Wohnung zurückkehrt. Über ihm ist „Jessica“ eingezogen, die beiden sind sich gleich sympathisch. Jessica macht es nichts aus das Daniel sein Gesicht nicht operieren lassen will und er fühlt sich bei ihr einfach wohl, auch wenn es nicht zum Sex kommt, weil er es nicht über sich bringt. Nach kurzer Zeit zerbricht die Beziehung jedoch, da Daniels Gedanken immer nur um Adam kreisen. Beruflich durfte Daniel nicht ins Drogendezernat wegen seines Gesichtes zurück, er wird stattdessen zum SEK in die Waffenkammer versetzt. Von dort aus forscht er trotzdem weiter nach Adam, um irgendwann ihn und seinen Drogenring zur Strecke zu bringen. Dabei stößt er über die Narben die in Adams Gesicht waren auf eine seltene Lichtempfindlichkeits-Krankheit und über die behandelnde Krankenhäuser auf Adams Elternhaus. Als er diesem einen Besuch abstattet ist es unbewohnt. Deswegen bricht Daniel in das Haus ein und findet dort Unterlagen über Dracula und das Adam denkt er wäre ein Nachfahre dessen, damit unsterblich und auf der Suche nach einer Lebensgefährtin die genauso aussehen soll wie Sarah. Als Daniel alles was er erfahren hat in seiner EX Dienststelle erzählt, erfährt er das Sarah entführt worden ist. Eine SEK Truppe soll die Höhlen stürmen und Sarah retten. Weil Daniel keinen anderen Weg weiß bittet er Jessica auf seine Katze aufzupassen und schleust sich in die Truppe ein.
In den Höhlen gerät alles außer Kontrolle. Der Großteil des SEK Kommandos stirbt sehr schnell, nur Daniel und ein Kollege schaffen es bis kurz vor Adams Höhle. Da werden die beiden getrennt. Daniel stellt sich allein Adams Gruppe, nackt und ohne Waffe. In der Höhle wird er gefesselt und muss mit ansehen wie Adam an der mit Drogen vollgepumpten Sarah ein Ritual vollziehen will. Er schafft es allerdings sich zu befreien und holt aus seinem falschen Bein eine Pistole und erschießt Adam. Darauf zerstreut sich die Drogengang und Daniel und Sarah werden gerettet.
Das letzte Kapitel ist furchtbar Kitschig. Daniel ist mit Jessica zusammen, er hat sich das Gesicht machen lassen, die beiden haben ein Baby… Bla bla bla und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage ;)
Mit hätte es besser gefallen wenn Daniel wieder mit Sarah zusammen gekommen wäre. Aber auch das wär kitschig. Ein Kopfschuss zum Schluss hätte das ganze besser abgerundet ;)
Das Buch ist ekelig. Alles ist viel zu genau beschrieben. Aber genau deswegen kann man es nicht aus der Hand legen. Dazu immer wieder Stellen aus der Bibel und Texte über Dracula. Mir hat die Mischung verdammt gut gefallen, allerdings erschließt sich mir der Titel nicht. „Hades Labyrinth“? War das nicht ein Griechischer Gott? Und die Story spielt irgendwo in Bayern. Ich hab es gekauft weil ich dachte es hat was mit griechischer Mythologie zu tun. Irgendwie schiefgelaufen. Trotzdem hat es mich gefesselt und würde es einen zweiten Teil geben, würde ich diesen jetzt gerade verschlingen. 

Traumschlange

Rainer Wekwerth (252 Seiten)

Abby Summers fliegt nach Haiti, um den Leichnam ihrer Schwester Linda nach England zu überführen. Sie erwartet eine Insel voller Palmenromantik und karibischen Flairs. Tatsächlich aber taucht sie ein in einen Sumpf von Korruption, Verbrechen und wildesten Voodoo-Praktiken.

Die Protagonistin „Abby“ war mir von Beginn an sehr sympathisch. Sie arbeitet als Handwerkerin und erfüllt unterschiedliche Jobs, wie zum Beispiel in einer Galerie. Ihre Eltern sind Tod und ihre Schwester ist nach einem Streit nach Haiti ausgewandert. Als Abby vom Tod ihrer Schwester „Linda“ erfährt, möchte sie trotz der Differenzen zwischen den Beiden sie nach England überführen. In Haiti kann man den Antrag dazu jedoch nur vor Ort stellen, sodass sie hinfliegt. Dort wird sie mit Armut, Müll und Korruption konfrontiert, doch schnell lernt sie einen netten Mann „Patrick“ kennen, welcher ihr seine Hilfe anbietet.
Bei einem Personenwechsel in der Geschichte wird klar das Patrick der Mörder von  Linda ist und nun Abby wieder loswerden will. Abby verliebt sich ein bisschen in Patrick und genießt seine Nähe. Als die beiden einen Voodoo Tempel besichtigen, vergewaltigt Patrick Abby, da diese sich wegen der dort verbrannten Drogen, in Trance befinden. Abby flieht nachdem sie aus der Trance aufwacht. So schnell wie möglich möchte sie wieder nach Hause. Doch am Tag zuvor hatte man ihr und Patrick im Amt erzählt, dass Linda verbrannt worden wäre und der Arzt „Jean“ in der Klinik konnte ihr auch nicht weiter helfen. Auf dem Weg zum Amt trifft sie Lean, der ihr im Amt helfen will an die Urne zu kommen, das lehnt Abby zwar ab, aber Lean möchte danach die Asche untersuchen. Nachdem Lean herausgefunden hat das in der Urne nicht die Asche von Linda ist.
Zur gleichen Zeit ist Patrick bei seinem Stiefvater dem die größten Zuckerrohrplantagen  der Insel gehören. Dieser Beschäftigt allerdings keine Menschen, sondern Zombies. Menschen die mit einem Voodoo-Zauber belegt worden sind.
Linda und Jean treffen auf immer mehr Ungereimtheiten und finden sogar ein Grab mit Lindas Namen. Allerdings ist der Sarg darin leer, aber mit Kratzspuren von Fingernägeln. So kommen die beiden darauf das Linda ein Zombie geworden sein könnte. Abby möchte sich auf der Farm einschleusen lassen und auch ein Zombie werden. Leider geht der Plan schief und Jean wird stattdessen verwandelt. Abby verfolgt den Wagen mit dem Jean zu den Plantagen gefahren wird und findet sogar in der Nacht einen Weg die beiden zu retten. Dabei bricht jedoch Chaos aus, da zeitgleich die Polizei probiert auf das Gelände zu kommen. Patricks Stiefvater flieht, er selbst wird erschossen und Abby, Linda und Jean sind gerettet. Linda kann sich allerdings wegen der langen Sauerstoffunterversorgung im Sarg nicht wieder regenerieren und bleibt vom Kopf auf dem Stand eines Kleinkindes stehen. Abby und Linda fliegen zurück nach London.
Im letzten Kapitel wird der Boss der Plantage zum Zombie verwandelt was die Geschichte gut abschließt.

Die Personen waren alle klasse dargestellt. Das Buch ist toll zu lesen, auch weil es mehr ein Krimi ist, als ein Zombie Buch. Für mich bleiben zum Schluss allerdings zu viele Fragen offen. Wie es mit Linda weitergeht und wie es zum Beispiel mit Abby und Jean weitergeht. 

Dienstag, 19. Januar 2016

Das flüstern des Windes

Rainer Wekwerth (265 Seiten)

(Heute mit einem Screenshot aus der Tolino App, 
da der Akku des Tolinos leer ist)

Es ist die Zeit, in der Welten durch Dimensionstore verbunden sind, in der Völker Handel treiben und Kriege führen. Der Waisenjunge Karem wird seinen Pflegeeltern entrissen und versklavt. Nach Jahren erringt er schließlich als Gladiator in der Arena seine Freiheit und in ihm wächst Hoffnung und ein neuer Glaube an die Zukunft. Doch der Kampf geht weiter, denn Karem ist fest entschlossen, sein wahres Erbe zurückzugewinnen. In einer Welt, in der nur der Stärkste überlebt, in der es sich niemand leisten kann, ein guter Mensch zu sein, trifft Karem auf Liebe und Treue. In einem Leben, in dem Freundschaft keinen Wert hat und trotzdem wächst und alles überdauert, geben ihm Augenblicke der Menschlichkeit die Kraft, sich seinem mächtigsten Feind zu stellen. 

Das erste Buch, dass ich nicht ausführlich rezensieren möchte. Einfach weil ich die ganze Zeit nicht wusste ob ich weiterlesen soll. Es hat mir einfach keinen Spaß gemacht das Buch zu lesen. Der Klappentext hat mich angesprochen, das Buch nicht.
Crom ist die einzige Figur die mir sympathisch, ein Ork der einfach sehr kluge Ansichten hat. Karem ist stattdessen nur in sich zerrissen und ich kann sein Handeln nicht nachempfinden. Besonders die schnellen Übergänge zwischen den Handlungsabschnitten haben mir nicht gefallen. Vielleicht ist es auch einfach nur nicht mein Genre. Von Crom hätte ich trotzdem gerne noch mehr erfahren.

Das geraubte Paradies

Bernd Perplies (507 Seiten)


Carya und Jonan sind vom Hof des Mondkaisers geflohen, im Gepäck ein paar unangenehme Wahrheiten. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise, um das Rätsel um Caryas Vergangenheit endgültig zu lüften. Ihr Weg führt sie in Richtung der Schweizer Alpen – direkt in die Schwarze Zone, aus der es den Legenden nach keine Wiederkehr gibt.

Der letzte Teil der Buchreihe beginnt wieder mit einer Reise, der Reise zur schwarzen Zone. Auf dem Weg dorthin lernen sie nach einem Überfall ein kleines Mädchen kennen „Elje“ und ihren Vater, der stirbt um die Gruppe zu retten. Als sie die schwarze Zone erreichen, gerät die Gruppe unter Beschuss. Während Jonan schwer verwundet zurück bleibt und Elje sich versteckt, werden Carya und Pitplit in die schwarze Zone gebracht. Pitplit wird gefangen genommen und Carya, schwer verletzt, zunächst im Krankenhaus gesund gepflegt. Als es ihr wieder besser geht dürfen beide in eine kleine Wohnung ziehen. Dabei bekommen sie Armbänder verpasst über welche sie immer geortet werden können und die anzeigen, wenn die beiden sich in einem Gebiet befinden wo sie eigentlich nicht hin dürfen. Carya macht sich große Sorgen ob Jonan noch lebt und ist irritiert über den Reichtum im Tal und der Ungerechtigkeit in Bezug auf den Rest der Welt. Als Carya und Pitplit durch die Stadt spazieren, werden sie von einer Widerstandsgruppe angesprochen. Diese wollen an Carya Tests durchführen, jedoch ist sich Carya nicht sicher ob sie das auch möchte. Später erfährt sie von ihrem Arzt, welche Rolle sie eigentlich spielen sollte. Als Frau des Prinzen. Aber auch wie die Welt vor dem Sternenfall war, welcher sich nun als Dritter Weltkrieg entpuppt. Nach diesem Gespräch beschließt Carya der Gruppe Erdenwacht zu helfen. Der Versuch mit Carya besteht darin, die Programmierungen in ihrem Kopf aufzuheben, damit ihre beiden Identitäten miteinander verschmelzen. Sie also immer schnell reagieren kann, Auto fahren usw., aber nicht auf Signalwörter hört. Danach fährt sie das Auto zum Hauptquartier der Gruppe und erfährt dort mehr über die Erdenwacht (Regierung des Tals). Die Erdenwacht überwacht alle Staatsoberhaupte, den Fluss von Treibstoffen, generell alle Wirtschaften und dämmt diese ein. Währenddessen ist Jonan mit Elje im Lager der Soldaten des Mondkaisers gelandet. Dort wird Jonan gesund gepflegt und er erfährt, dass die Soldaten, zusammen mit denen aus Arcadion die Schwarze Zone, die Erdenwacht, angreifen wollen um sich nicht weiter abhören, unterdrücken und steuern zu lassen. Jonan wird vom Mondkaiser rekrutiert und er erfährt das der Ketzerkönig ebenfalls da ist um zusammen gegen die Erdenwacht vor zu gehen. Carya erfährt währenddessen von der Widerstandsgruppe, dass die Erdenwacht ebenfalls vom Angriff weiß und sich rüstet. In dem Moment wird die Widerstandsgruppe hochgenommen und muss fliehen. Pitplit schlägt vor ins Kommunikationszentrum zu gehen und damit die Kommunikation der Erdenwacht zu blockieren und so den Krieg raus zu zögern oder sogar zu verhindern. Das Unterbrechen der Kommunikation klappt tatsächlich, doch währenddessen bricht der Krieg aus. Die Erdenwacht ist stärker, aber nimmt ebenfalls große Verluste hin, sodass nach kurzer Zeit der Krieg vorbei ist, aber keiner gewonnen hat. Im Anschluss an den kurzen Kampf telefonieren Carya und Jonan miteinander. Beide sind überglücklich voneinander zu hören. Sie schmieden zusammen den Plan, dass Carya die Bombe der Erdenwacht lahmlegen soll und Jonan zurück ins Mutantendorf reisen soll um dort schwere Waffen zu holen um ins Tal der Erdenwacht einzudringen.  Als Carya ins Regierungsgebäude der Erdenwacht einbricht um die Bombe zu zerstören, wird sie erwischt und erneut gefangen genommen. In ihren Gefängnis wird sie erneut vom Doktor untersucht und er stellt fest, dass Carya nicht mehr programmiert ist. Deswegen stellt er ihr viele Fragen über ihr Handeln. Sie ihrerseits bittet Ihn über ihr Handeln nachzudenken und sein eigenes ebenfalls zu überdenken. Kurz darauf schläft Carya ein und wacht erst auf, als sie von Pitplit  geweckt wird. Der Aufstand der Invitros hat begonnen und Jonan ist auch zurück. Gemeinsam gelingt es die Erdenwacht friedlich zu stürzen und ein Rat gegründet.
Die Buchreihe ist klasse, aber der Dritte Teil hat mir am wenigsten gefallen. Wie auch in den anderen Teilen überschlagen sich die Ereignisse, aber die Erdenwacht ist naja. Seltsam. Also vielleicht macht es mir auch einfach Angst, bezogen auf unsere Gesellschaft heute, dass es eine Macht gibt, die über uns steht. Uns leitet, unser Denken leitet und in unser Handeln eingreift. Das alles was heute in der Welt passiert, lässt sich gut auf die Geschichte übertragen. Oder eben die Geschichte auf unser Leben. Ja es ist Fantasy, aber es ist auch irgendwie alles da. Und das macht dieses tolle Buch irgendwie schwierig für mich. Es ist schön in eine Buchwelt zu flüchten um die Realität zu vergessen. Aber schwer, wenn man stattdessen nur über die Realität nachdenkt und was für Auswirkungen so eine Macht haben könnte oder vielleicht sogar hat. Wer weiß wie die Erdenwacht heute heißt, wo sie sich befindet, wer alles Mitglied ist? 

Im Schatten des Mondkaisers

Bernd Perplies (544 Seiten)


Auf ihrer Flucht vor dem Lux Dei erreichen die junge Carya und der Templersoldat Jonan das vom Sternenfall verwüstete Frankreich. Sie folgen einer Spur, die ihnen Hinweise auf Caryas Herkunft geben könnte, und gelangen dabei an den Hof des Mondkaisers, der das Land mit eiserner Hand regiert. Dort geraten sie in Intrigen, die nicht nur für ihre Liebe, sondern für die ganze Welt fatale Folgen haben könnten.

Carya, ihre Eltern, Jonan und Pitplit leben zu Beginn dieses Teils der Reihe im Dorf der Mutanten, wo sie nach der Rettung aus Arcadion hin geflohen waren. Allerdings müssen sie bald fliehen, da ein arcadischer Spion das Lager entdeckt. Während Caryas Eltern in eine Stadt in der Nähe Unterkunft finden wollen, geht es für die anderen weiter Richtung Francia, da die Koordinaten zu denen Caryas Raketenschiff fliegen sollte, in der Nähe von Paris liegen. Mit dem Schiff gelingt den dreien ein Großteil der Flucht und sie finden einige neue Freunde. Zu dem Zeitpunkt wurde mir das politische Konstrukt in der sich diese Welt befindet bewusst. Und wie gut Übertragbar es auf die heutige Zeit ist. Man denkt, die ganze Welt zu kennen, doch sieht nur den kleinen Abschnitt, welcher einem vorgegaukelt wird. Ein riesiges Schiff taucht auf, mit genug Treibstoff um viele Länder zu beliefern, doch aus irgendeinem Grund ist es dem Schiff verboten an den Häfen anzulegen. Später in Paris suchen die drei die Caryas Koordinaten, dabei landen sie auf einem alten Flughafen Gelände. Genau zu diesem Zeitpunkt landet dort ein Koordinatenschiff. Als die drei sich das näher anschauen wollen wird Carya von der Besatzung entführt und zum Schloss des Mondkaisers gebracht. Bis hier hin habe ich das Buch verschlungen und dann wurde es noch besser. Irgendwie erinnerte es mich an Selection, auch wenn es um was ganz anderes geht. Carya ist im Schloss als Begleitperson, nicht als Gefangene und sie hofft dort mehr herauszufinden, aber die Situation irritiert sie sehr. Als Carya den Prinzen kennen lernt fühlt sie sich direkt zu ihm hingezogen, doch seine zukünftige warnt sie davor mit dem Prinzen zu sprechen. Währenddessen finden Jonan und Pitplit den Invalidendom von dem sie auf der Schifffahrt gehört hatten. Mit dem Anführer schließen sie einen Deal: 10 Pistolen gegen ein Ticket ins Schloss. Nachdem sie die Waffen gekauft hatten, wurden sie allerdings überfallen. Die Motorradgang zieht allerdings den Kürzeren. Im Schloss findet kurz darauf ein Ball statt, zu dem auch Jonan und Pitplitt gehen. Dort sieht Jonan wie Carya und der Prinz sich küssen. Carya wollte das allerdings gar nicht, denn sie liebt Jonan, dennoch fühlt sie sich noch immer zum Prinzen hingezogen. Sie geht allerdings direkt Jonan hinterher um sich zu entschuldigen, worauf Jonan allerdings nicht reagiert. Danach geht Jonan zu Carya um sich nun wiederum zu entschuldigen. Die ganze Situation ist richtig gut geschrieben und ich konnte mich toll in die beiden hineinversetzen. Einfach was sie in dem Moment fühlen und wie zerrissen sie beide sind und das es dennoch eigentlich nur einer Richtigstellung bedarf, damit die beiden wieder glücklich sein können. Dazu kommt es allerdings nicht so schnell, da der Prinz bei Carya ist und sie versucht zu vergewaltigen als Jonan ihr Zimmer betritt. Die beiden Jungs prügeln sich und Jonan wird festgenommen. Um sich zu retten erzählt Jonan dem König was sein Sohn für Hobbys hat – die Kinder und Wehrlosen in der Stadt zu jagen und zu töten. Und davon, das die Kinder des Invalidendoms einen Gegenschlag verüben und den Prinzen töten wollen. Jonan glingt die Rettung des Prinzen und wird zusammen mit Carya und Pitplit verschont, sie sollen nur möglichst schnell das Königreich verlassen. Kurz davor findet Carya heraus, dass sie eine Invitro ist und nur auf der Welt um die Frau des Prinzen zu werden. Dazu ist sie darauf programmiert den König zu töten wenn es nötig ist. Um weitere Antworten zu finden reisen die drei in Richtung Schwarze Zone, wo eine geheime Organisation sein und woher Caryas Raketenflugzeug stammen soll.
Das Buch war geil. Es hat mich richtig gefesselt und war so schnell und spannend, das ich manche Seiten mehrfach lesen musste. Dazu aber nicht so kompliziert, das es schwer viel zu folgen. Jetzt kommt der dritte Teil! Ich bin so gespannt welches Ende diese Geschichte nimmt.


Dienstag, 12. Januar 2016

Flammen über Arcadion

Bernd Perplies (528 Seiten)



Nach dem Großen Krieg sind weite Teile der Welt verwüstet. Angst und Aberglaube beherrschen die Menschen. Die sechzehnjährige Carya lebt mit ihren Eltern in Arcadion, den Ruinen des einstigen Rom. Eines Tages muss sie mit ansehen, wie ein junger Mann von den Schwarzen Templern festgenommen wird. Er soll von der Inquisition gefoltert werden. Voller Wut schießt Carya auf zwei der Inquisitoren und ist fortan auf der Flucht. Ihre einzige Hoffnung ist der junge Templersoldat Jonan, der sein Leben aufs Spiel setzt, um Carya zu retten.

Die Geschichte der beiden Protagonisten Carya und Jonan beginnt mit einer Art Vorstellung der beiden. Mir hat das sehr gut gefallen als erstes einen Eindruck der beiden Hauptpersonen und ihrer Welten zu bekommen. Trotzdem ist man direkt in der Geschichte drin.
Carya bekommt von ihrer besten Freundin ihren neuen Freund vorgestellt. Die Situation ist aber sehr dubios für Carya und sie versteht nicht, was zwischen den beiden (Rachel und Tobyn) los ist. Kurz darauf wird Tobyn verhaftet, unteranderem von Jonan, da er in einem Invitrolabor erwischt wird. Invitros, also künstlich hergestellte Menschen sind vor der Zeit des Sternenfalls eine Art Sklaven gewesen und der Aberglaube der Lux Dies besagt, dass die Invitros Schuld am Sternenfall sind, weswegen diese Verfolgt werden. Carya hilft Rachel sich in Tobyns Prozess einzuschleichen, wo sie Tobyn erschießen möchte bevor dieser gefoltert wird. Sie kann sich nicht überwinden. Stattdessen ergreift etwas seltsames Caryas Bewusstsein und bringt sie dazu Tobyn und einige weitere zu erschießen. Auf der Flucht der beiden erzählt Rachel Carya, dass sie eine Invitro ist und Tobyn schon sehr lange kennt und liebt. Das kann Carya allerdings nicht verstehen, schließlich hat sie immer eingeredet bekommen das Invitros sowas wie Monster seien. In der Nacht wird Caryas Familie festgenommen, sie selbst aber flieht und wird von einem Soldaten (Jonan) der die Flucht bemerkt unterstützt. Zunächst suchen die beiden bei Caryas Onkel Hilfe, welcher ihnen die Acherrose vorstellt, eine geheime Widerstandsorganisation.   Sie probieren gemeinsam Caryas Eltern zu befreien, was sich als Falle herausstellt. Viele Menschen, unteranderem Caryas Onkel, sterben. Jonan, Carya und ein Straßenjunge (Pitplit) fliehen gemeinsam aus Arcadion hinaus, bis zu einem Mutantendorf. Dort wird Carya aufgrund einer Kette die  ihre Mutter ihr vor der Flucht gab, verehrt. Nach einer kurzen Zeit im Dorf wird dieses Überfallen und Carya zurück nach Acardion gebracht. Allerdings gelingt es Jonan mithilfe des Invitros Enzo sie und ihre Eltern zu retten. Zu diesem Zeitpunkt waren mit Carya schon einige Tests gemacht worden. Es kommt heraus, dass Carya in einem Raketenschiff nach Arcadion kam und von ihrem „Vater“ gefunden worden ist. Zudem erinnert sich Carya an einige Zahlenfolgen. Zum Schluss des Buches fliehen Carya, ihre Eltern, Jonan und Pitplit zurück in Richtung Mutantendorf um von da aus ihre Wege zu gehen.

Dieses Buch hat mich umgehauen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, so spannend, so schnell war das. Einige Handlungsstränge, anspruchsvoll und trotzdem verdammt gut zu lesen. Besonders die Denkweise der Lux Dei hat mich sehr angesprochen, da sie auf viele Ideologien wie sie es sie auch heute gibt und immer gab, übertragen lässt. 

Dienstag, 5. Januar 2016

Das unendliche Meer

Rick Yancey (226 Seiten)




Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen...

Dieser Teil der Geschichte um Cassie und Co ist ebenfalls aus unterschiedlichen Sichtweisen geschrieben. Dennoch viel es mir leichter mich auf die Geschichte einzulassen, wahrscheinlich weil ich die Charaktere zum Großteil aus dem ersten Buch kannte. Hätte ich den zweiten Teil allerdings nicht direkt im Anschluss an den ersten gelesen, wäre es mir sicherlich wieder sehr schwer gefallen in das Buch rein zu finden.
Cassie und Sammy sind wieder vereint und probieren gemeinsam mit ihren Freunden vor den „Teds“ (Außerirdischen) zu fliehen. In einem Hotel finden sie Unterschlupf und warten da auf Evan, welcher ihnen im ersten Teil maßgeblich bei der Flucht geholfen hat, obwohl er selbst ein Silencer war. Der weitere Plan der Gruppe ist es, nachdem Evan zurück ist in ein wärmeres Gebiet zu fliehen. Dieser hat durch die Hilfe von Grace (auch ein Ted) schwer Verletzt die Explosion des Stützpunktes überlebt. Er will jedoch nicht bei Grace bleiben, sondern zu seiner Liebe Cassie zurück. Nachdem er Grace außer Gefecht gesetzt hat, macht er sich auf den Weg zum Hotel.
Die Gruppe hat sich in der Nähe liegende Höhlen als Fluchtziel ausgesucht, in der die Temperatur das gesamte Jahr hoch sein soll. Ringer soll vor laufen und überprüfen ob diese Höhlen noch existieren und ob es dort wirklich so warm ist. Teacup folgt ihr ohne die anderen zu informieren, allerdings wird sie von einer Unbekannten Person angeschossen und sie und Ringer werden von Teds gefangen genommen und festgehalten. Parallel zu dieser Handlung kommt Evan am Hotel an, er gibt sich jedoch nicht sofort zu erkennen, was zu Tumulten und Schusswechseln führt. Während im Hotel alle verletzt sind und noch Besuch durch eine als kleines Mädchen getarnte Bombe und Grace selbst bekommen, wird Ringer „geupdatet“ und auch ein Außerirdischer eingepflanzt. Zum Schluss kommt raus, das sie nur ein Testobjekt war, ob man bei Jugendlichen auch diesen Schritt durchführen kann, oder ob das nur bei Ungeborenen möglich ist. Das Ende der Geschichte ist offen, die Gruppe zerstreut, verletzt, teilweise Tod.

Mir hat der zweite Teil insgesamt besser gefallen, da die Geschichten der anderen Charaktere sehr gut beschrieben sind. Aber das so offene Ende gefällt mir nicht. Besonders weil es bisher keinen dritten Teil gibt. Nachdem ich es ausgelesen hatte war ich erstmal frustriert. Aber als ich mir noch mal genau überlegt habe wie die Geschichte so war und was mir wirklich dran gefallen hat, ist mir doch klar geworden das sie sehr gut Geschrieben und einfach MEGA SPANNEND ist.   

Die fünfte Welle


Rick Yancey (340 Seiten)


Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...

Ein tolles Buch, in das man allerdings erstmal reinkommen muss. Die Geschichte ist aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben und zu Beginn viel es mir schwer reinzukommen, da man mitten in der Geschichte und nicht bei der ersten Welle startet. Welle, für Welle soll die Menschheit ausgerottet und die Erde von Außerirdischen übernommen werden. Cassie ist eine der Protagonistin des Buches. Ihre Mutter stirbt in der dritten Welle, ihr Vater während der vierten. Zu diesem Zeitpunkt wird sie auch von ihrem Kleinen Bruder Sammy getrennt. Sie träumt von ihrem Prinzen „Ben Parish“, welcher in ihre Highschool geht und als Zombie der zweite Protagonist des Buches ist. Am Anfang ist der Wechsel zwischen den Personen schwierig, da keine Namen oder ähnliches über den Kapiteln stehen.Während Cassie sich alleine durch den Wald schlägt um ihren Bruder zu finden, dabei den Silencer Evan Walker kennen lernt, der sie erst anschießt und dann gesund pflegt, ist Ben zuerst in einem Flüchtlingslager und dann als „Zombie“ im gleichen Trainingsprogramm wie Sammy, „Nugget“.Das Buch ist ziemlich krass geschrieben. Viele Kriegsszenen, wenige Überlebensszenen, kein Neuanfang einer distopischen Welt, nur Krieg und Zerstörung. Aber dabei einfach so fesselnd, das man es gar nicht aus der Hand legen möchte. In die Personen konnte ich mich gut hineinversetzten und besonders Sammy und seine Veränderungen fand ich sehr treffend beschrieben.

Jeder der auf Fantasy like Tribute von Panem mit etwas mehr Sciencefiction steht, wird dieses Buch lieben!
Freue mich schon auf den zweiten Teil und am 12.1 dann den Film!

Damian - Die Wiederkehr des gefallenen Engels


Rainer Wekwerth (400 Seiten)



Eine düstere Prophezeiung und ein altes Geheimnis. Der Kampf dunkler Mächte um unsere Welt. Und eine Liebe, größer als der Tod. Damian ist auf die Erde zurückgekehrt. Aus Liebe zu Lara, die er beschützen möchte, hat er sich dem Himmel widersetzt. Lara erkennt ihn jedoch nicht. Während er gegen den Verfall kämpft, den er auf der Erde erleiden muss, versucht sie, ihren Exfreund Ben zurückzugewinnen. Doch über allem schwebt eine finstere Prophezeiung, die Lara erfüllen muss, denn sie ist mehr als ein Mensch. Damian und Lara stellen sich der dämonischen Gefahr, aber sie ahnt nicht, welchen Preis Damian für seine Liebe bezahlt hat.


Wie auch im ersten Teil steht auf der einen Seite die Beziehungskiste zwischen Lara, Ben und Damian und auf der anderen Seite der Krieg zwischen Dämonen und Engeln. Lara kann sich zu Beginn nicht an Berlin oder Damian erinnern, es ist alles „wie im Nebel“. Allerdings probiert Ben wieder mit Lara zusammen zu kommen. Zum gleichen Zeitpunkt kommt ein neuer Junge in die Klasse, Damian. Lara hat sofort den Eindruck sich bei ihm wohl zu fühlen und besser als bei Ben. Laras Mutter Rachel hat mittlerweile einen Freund und fliegt mit ihm nach Miami, während Lara mit ihrer Oma, die nach dem Tod ihres Opas im ersten Teil auch in Rottenbach wohnt, zu Hause bleibt. Ab da überschlagen sich die Ereignisse. Vorher war das Buch zwar interessant zu lesen, aber mehr Liebesstory als Fantasy. Es kommt zu einem Angriff der Dämonen zusammen mit Ben, welcher der Sohn eines gefallenen Engels ist. Ben möchte Lara zur Frau nehmen um damit Satan in der Hölle einzusperren und damit der böse Herrscher über die Welt zu werden. Damian greift jedoch ein und flieht mit Lara nach Berlin, wo es ihm dann viel schlechter geht weil er schon viel zu lange auf der Erde ist. Nach einem Techtelmechtel, einer Shoppingtour und einem Discobesuch, kommt es zum finalen Kampf zwischen Bens Dämonengruppe, den dunklen Engeln und den richtigen Engeln. Alle wollen Lara für sich gewinnen und ausliefern. Aber als Satan die Erde betritt bleibt die Zeit stehen und Lara geht selbst zu ihm. Die beiden treffen einen Deal und Lara folgt ihm in die Hölle, wo sie alle Dämonen vernichtet und damit den letzten Zugang zur Erde rettet. Im Gegenzug darf Lara ihr menschliches Leben weiter führen und Satan nie wieder nach ihr suchen. Während Lara in der Hölle ist, heilt Gott Damian und dieser wartet auf Lara am Brandenburger Tor, für ein schönes Happy End. Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich habe es an einem Tag durchgelesen. Besonders Laras Person war meiner Meinung nach viel klarer dargestellt als im ersten Teil. 

Ich würde damit dieses Buch jedem empfehlen der auf Romantic Fantasy steht und auch jedem der sich mit der Mythologie von Engeln und Dämonen auseinander setzten möchte.

Damian - Die Stadt der gefallenen Engel


Rainer Wekwerth (424 Seiten)



Lara will ein paar aufregende Tage in Berlin verbringen. Doch hinter der Fassade der Großstadt verbirgt sich eine Welt, in der dunkle Kreaturen einen verbitterten Kampf austragen. Als Lara Damian kennenlernt, weiß sie nicht, dass sich durch ihn eine alte Prophezeiung erfüllen soll. Ein düsteres Familiengeheimnis legt sich wie ein Schatten über die beiden und bedroht ihre Liebe und ihr Leben.

Bei meinem letzten Besuch in meiner Lieblingsbuchhandlung viel mir dieses Buch in die Hände. Vor ein paar Monaten hab ich „Dark Elements“ von Jennifer L. Armentrout gelesen und mit nun unter diesem Buch etwas Ähnliches vorgestellt.
Es geht tatsächlich in dieselbe Richtung und ich wurde nicht enttäuscht. Eine Geschichte die von Engeln und Dämonen handelt die auf die Erde kommen. Ein bisschen biblisch, etwas historisch und sehr viel Fantasy.
Besonders die Abschnitte aus der Sicht der Engel und Dämonen haben mich sehr fasziniert. Die Liebesgeschichte zwischen Lara und Damian ging mir allerdings zu schnell. Zu Beginn des Buches steht die Trennung zwischen Lara und Ben, welches auch zunächst der Grund ist warum Lara nach Berlin geht. In Berlin überschlagen sich dann die Ereignisse und  Lara wird von Dämonen gejagt. Zum Schluss des Buches kommt Lara hinter das Geheimnis ihrer Familie. An diesem Punkt wird es ziemlich strange. Eben genau so wie Fantasy Bücher oft enden. Eine Schlacht zwischen Engeln und Dämonen in der U-Bahnstation, ziemlich genau beschrieben und einige Zeilen echt ekelig.
Alles in allem hat mich das Buch sehr gefesselt. Leider konnte ich Laras Ansichten oft nicht nachvollziehen, doch ich denke das hat mit der Veränderung ihrer Persönlichkeit durch die Dämonen zu tun. 


Wenn ihr euch für Dämonen und Engelsgeschichten interessiert ist das Buch sicherlich etwas für euch. Ich starte jetzt direkt mit dem zweiten Teil, auf meinem neuen Tolino. *.*